Vom
4. bis 10. August 2008 boten
die JBN und die BUND-Jugend den 11- bis 15-Jährigen ein sechstägiges Donauzeltlager an. Parallel dazu fand nicht weit davon entfernt für Jugendliche das DOitNAU- Festival statt.
Drei Jugendliche und zwei Leiter aus Miesbach begleiteten die Miesbacher Müpfe und förderten mit vielen anderen Teilnehmern, darunter sogar einer polnischen Gruppe, das politische Ziel, die Donau als freifließenden Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen zu erhalten. Dies stellte einen medienwirksamen Baustein im Kampf für den Erhalt dieses wertvollen Stücks Natur dar. Fachleute sagen ab Februar 2007 von dieser Region: „Die niederbayerische Donau ist (natürlich) ein Welterbe". Nun gibt es seit Ende 2008 weitere gute Nachrichten, die jeder Interessierte im Newsletter auf der Homepage der JBN (www.jbn.de) nachlesen kann. Die Donau darf vorerst ohne Staustufen bleiben.
90 junge Leute fanden eine Anzahl Workshops vor, ein Highlight war sicher das Paddeln mit Schlauchbooten auf dem weitgehend unberührten Fluss, saßen am Lagerfeuer, dichteten ein Lied, waren eine Nacht bei Gewitterwarnung mit allen Teilnehmern in der gemeindlichen Turnhalle, fanden Freunde, bestanden Aufgaben, klauten Wimpel oder Heiligtümer, malten und bastelten, suchten und erhielten den„Schatz" - in Form von Goldmünzen, die den Wert der Auwälder und der Tier- und Pflanzenschätze des Stromes freilich nicht aufwiegen könnten.
Die Müpfe lagerten am Rande von Thundorf, dort gab es hinter dem Deich beste Altwässer zum Betrachten der Kleinlebewesen und in der Bucht gegenüber Niederalteich sowie an einem Baggersee gute Bademöglichkeiten.
Takatukafahrt, „Juggern", Piratenverkleidung und Tätowierung rundeten das Programm ab. Fast eine Meuterei hatten wir auch in einer der vier „Mannschaften" (Crew). Zu gewöhnungsbedürftig war der zwangsläufig mangelnde Komfort in engen Zelten, nach dem Schwitzen im verspäteten Zug und bei den Duschen (die wie auch jede Mahlzeit erst in 350 Meter Entfernung im DOitNAU-Jugendfestival erreicht werden konnten). Auch schlammiger Untergrund nach Gewitterregen und die Mücken konnten schon mal nerven.
Aber viel Sonne am oft wolkigen Himmel ergab zusammen mit dem Bayrischen Wald im Hintergrund Naturfeeling pur. Öfters mussten wir Piraten auch weit laufen – auf dem Deich entlang nach der Schlauchbootfahrt, und vom Baggersee heim, nachtlich, nur mit Fackeln, Schatzkarte-Wegweiser versehen, nach Hinweisen oder Stationen suchend. Neben vielen Workshops und Diskussionen mit Politikern und anderen aktiven Menschen bildeten die Auftritte verschiedener Musikgruppen die Höhepunkte des Festivals „DOitNAU“ zum Erhalt der freifließenden Donau.
Am Ende wurde beim Abbau der Zelte mit angepackt, bevor die Müpfe, Jugendlichen und Erwachsenen – volle Erlebnisse – wieder heimführen. Weitere Informationen, Bildergalerien und Hördokumente zu beiden Zeltlagern sind den Internetseiten der JBN und dem Müpfe-Radio zu entnehmen.
Text: Evi vom Bund-Naturschutz

